Vergessene Orte

Aufgegebene Orte der jüngeren Geschichte mit der Faszination des Morbiden, des Vergänglichen und der Rückeroberung der Natur.

Abgebildet werden dabei Bauwerke und Orte aller Art, die von Menschen erbaut und später aus den verschiedensten Gründen aufgegeben und verlassen wurden. Das Objekt wird als vergänglicher Zeitzeuge zitiert. Ein beiläufiges Thema als Teil der Fotos ist die „Rückeroberung“ solcher Gebäude durch die Natur.

Ein anderes Motiv ist das dokumentarische Festhalten des Objekts, bevor es durch Abriss ganz verschwindet.

Dieser Text basiert auf dem Artikel Ruinen-Fotografie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Beelitz Heilstätten
Eine Reise durch die Zeit

Im Frühjahr 1902 fand die erstmalige Belegung der neuerbauten Heilstätten durch die Landesver-sicherungsanstalt Berlin statt. Oberstes Ziel der Behandlung in den Heilstätten war die „Verhütung von Invalidität“ und die „Wiederherstellung von Erwerbs-fähigkeit“ der Kranken.
Im Ersten Weltkrieges, wurde das Klinikgelände zum Vereinslazarett des Roten Kreuzes.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, in dem die Heilstätten teils schwer beschädigt wurden, wurde das Gelände von der Roten Armee 1945 übernommen. Die Heilstätten dienten bis 1994 als das größte Militär-hospital der sowjetischen Armee außerhalb der Sowjetunion.
Seit 2015 macht sich Baum & Zeit daran das Gelände touristisch zu nutzen und an den alten und verfallenen Gebäuden Sicherungsmaßnahmen vorzunehmen.
So werden die alten Gebäude zum Teil wiederbelebt oder auch bewusst dem Verfall preisgegeben. 
Die Veröffentlichung der nachfolgenden Bilder geschieht mit freundlicher Genehmigung der HPG Projektentwicklungs GmbH.
Schauen Sie doch mal bei vorbei.

Altes Polizeipräsidium Frankfurt

Das ehemalige Polizeipräsidium Frankfurt am Main in der Ebert-Anlage wurde ab 1911 gebaut und 1914 eröffnet. Es wurde in historistischem Stil in einer Mischung aus Neobarock und Klassizismus errichtet. Es ist ein Kulturdenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz. Seit dem Umzug des Präsidiums 2002 in einen Neubau am Alleenring steht das Gebäude überwiegend leer.

Kaserne Babenhausen

Von 1899 bis 1901 wurde die Kasernenanlage erbaut. Im 2. Weltkrieg wurde 1934 das Gelände um einen Flugplatz erweitert. Später diente das Areal als Kriegsgefangenen- und nach Kriegsende als DP-Lager für jüdische so genannte Displaced Persons. Die US-Streitkräfte nutzten später die Kasernen Anlage militärisch. Mit der Aufgabe des Militärstandortes Babenhausen durch die US-Armee im Jahre 2007 steht die Kaserne leer. Einige Gebäude stehen unter Denkmalschutz.

Prora

Das zwischen 1936 und 1939 gebaute KdF-Seebad Rügen blieb unvollendet. Der „Koloss von Prora“ ist der Kern des Komplexes und bestand aus ursprünglich acht auf einer Länge von 4,5 Kilometern entlang der Prorer Wiek aneinandergereihten baugleichen Blöcken. Fünf Blöcke auf einer Länge von etwa 2,5 Kilometern, wurden zur „monumentalsten Kasernenanlage der DDR“  ausgebaut. Prora wurde zum Sperrgebiet. Nach 1990 wickelte die Bundeswehr den Militärstandort ab. Nach anfänglicher ziviler Zwischennutzung verfiel ein Großteil der ehemaligen Kasernen.